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Wer in seiner Stadt nach einem Friseur, einer Praxis oder einem Tattoo-Studio sucht, landet oft zuerst bei Google Maps – noch vor jeder Website. Dort entscheidet das Google-Unternehmensprofil: Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos, ein Klick auf „Route“ oder „Anrufen“. Ein Profil anzulegen klingt nach fünf Minuten. In der Praxis hakt es erstaunlich oft.
In diesem Beitrag zeige ich dir die häufigsten Probleme beim Erstellen eines Google-Unternehmensprofils, wie du sie löst – und wie wir einem Tattoo-Studio in Wuppertal geholfen haben, bei dem an der eigenen Adresse noch ein ganz anderes Geschäft eingetragen war.
LesetippWas kostet eine Website wirklich?Websites müssen kein Vermögen kosten – so planst du dein Budget realistisch.
1. Warum das Google-Unternehmensprofil so wichtig ist
- Sichtbar in Maps und in der lokalen Suche: Bei Suchen wie „Tattoo Wuppertal“ oder „Podologie in der Nähe“ zeigt Google zuerst Unternehmen mit Profil.
- Die wichtigsten Infos auf einen Blick: Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Link zur Website – ohne dass jemand suchen muss.
- Bewertungen schaffen Vertrauen: Sterne und echte Erfahrungen sind für viele der Grund, anzurufen oder eben nicht.
- Kostenlos: Das Profil selbst kostet nichts – es braucht nur etwas Sorgfalt beim Einrichten.
2. Die häufigsten Probleme beim Erstellen
Problem 1: An der Adresse ist schon ein anderes Geschäft eingetragen
Das passiert häufiger, als man denkt: Ein Ladenlokal wechselt den Mieter, aber der alte Eintrag bleibt bei Google bestehen. Beim Anlegen des neuen Profils schlägt Google dann den alten Betrieb vor – oder das neue Profil lässt sich nicht sauber anlegen.
Lösung: Prüfe in Google Maps, welcher Eintrag an deiner Adresse hängt. Gibt es das alte Geschäft nicht mehr, kannst du über „Änderung vorschlagen“ melden, dass es dauerhaft geschlossen ist. Dein eigenes Profil legst du als neues Unternehmen an – mit deinem genauen Namen, damit Google beide Einträge auseinanderhalten kann.
Problem 2: Das Profil gibt es schon – aber jemand anderes verwaltet es
Vielleicht hat ein früherer Mitarbeiter, eine alte Agentur oder ein Kunde über „Änderung vorschlagen“ einen Eintrag für dein Unternehmen erstellt. Dann steht dein Betrieb zwar in Maps, aber du kommst nicht heran.
Lösung: Beim Versuch, das Profil zu übernehmen, bietet Google an, beim aktuellen Inhaber Zugriff anzufordern. Antwortet niemand innerhalb der Frist, kannst du die Inhaberschaft in vielen Fällen selbst bestätigen.
Problem 3: Die Bestätigung klappt nicht
Google will sicher sein, dass es dein Unternehmen wirklich gibt. Je nach Fall bestätigst du per Postkarte, Telefon, E-Mail oder – immer häufiger – per kurzem Video, in dem du Schild, Räume und zum Beispiel Werkzeug oder Unterlagen zeigst.
Lösung: Bereite das Video vor: Außenansicht mit Schild und Hausnummer, Eingang, Arbeitsbereich und einen Nachweis, dass du dort arbeitest (z. B. Schlüssel zum Aufschließen). Bleibt die Bestätigung hängen, hilft oft nur ein zweiter Anlauf mit vollständigeren Angaben.
Problem 4: Name, Kategorie oder Adresse passen nicht zu Googles Regeln
- Name: Nur der echte Name des Unternehmens – keine Zusätze wie „Bester Tattoo-Shop Wuppertal“. Das kann zur Sperrung führen.
- Kategorie: Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchen du erscheinst. Wähle die genaueste, weitere Kategorien kommen ergänzend dazu.
- Adresse: Arbeitest du nur beim Kunden (z. B. als Handwerker), blendest du die Adresse aus und gibst stattdessen ein Einzugsgebiet an.
3. Praxisbeispiel: International Ink in Wuppertal
Genau Problem 1 hatte das Tattoo- und Piercing-Studio International Ink in Wuppertal: Der Inhaber wollte ein Google-Unternehmensprofil anlegen, kam aber nicht weiter – an der Adresse des Studios war vorher ein anderes Geschäft eingetragen.
Auf seine Anfrage haben wir das Profil für ihn erstellt, und zwar mit allem, was dazugehört:
- Öffnungszeiten und eine Beschreibung des Studios
- Profilbild und Logo
- WhatsApp als Kontaktweg – so laufen dort auch die Terminanfragen
- Verknüpfung mit der neuen Website
Damit aus zufriedenen Kunden auch Bewertungen werden, gibt es im Studio zwei QR-Karten: Eine führt direkt zur Google-Bewertung, die andere zum Instagram-Kanal. Mehr dazu, wie das Studio zu Website, Profil und Karten kam, liest du in der Case Study zu International Ink.
4. Checkliste: Dein Profil richtig einrichten
| Angabe | Darauf achten |
|---|---|
| Name | Genau wie auf dem Schild – ohne Werbezusätze |
| Kategorien | Eine passende Hauptkategorie, dazu wenige Zusatzkategorien |
| Adresse oder Einzugsgebiet | Adresse nur, wenn Kunden zu dir kommen |
| Öffnungszeiten | Auch Feiertage, Urlaub und Sonderöffnungszeiten pflegen |
| Kontakt | Telefon, Website und – wenn du ihn nutzt – WhatsApp |
| Beschreibung | Was du anbietest und für wen, in eigenen Worten |
| Fotos | Logo, Profilbild, Außenansicht, Räume und echte Arbeitsbeispiele |
| Bewertungen | Aktiv darum bitten und jede Bewertung beantworten |
5. Bewertungen sammeln – ohne zu nerven
Die meisten zufriedenen Kunden würden gern eine Bewertung schreiben – sie denken nur nicht daran oder finden den Weg nicht. Ein QR-Code am Tresen, auf der Rechnung oder auf einer kleinen Karte macht es mit einem Scan möglich. Wie das funktioniert, zeigen wir in unserem Beitrag über digitale Bewertungskarten.
Wichtig: Bewertungen dürfen nicht gekauft oder mit Gegenleistungen belohnt werden. Einfach freundlich fragen ist erlaubt – und wirkt am besten.
Lass uns über dein Projekt sprechenIm Projekt-Check findest du in einer Minute heraus, was deine Website braucht.
Kostenfreies Gespräch6. Fazit
Ein Google-Unternehmensprofil ist schnell angelegt – wenn alles glattläuft. Hängt aber ein alter Eintrag an der Adresse, verwaltet jemand anderes das Profil oder klappt die Bestätigung nicht, wird es schnell zäh. Dann lohnt sich Hilfe von jemandem, der die Stolperstellen kennt.
Du kommst mit deinem Profil nicht weiter oder willst es einmal richtig aufsetzen lassen? Schreib uns über den Änderungswunsch oder vereinbare einen Rückruf – wir schauen uns das gemeinsam an.



